Entlastung von Routineaufgaben im ärztlichen Bereitschaftsdienst

Bei sinkender Anzahl von Hausärzten steigt die Frequenz der zu leistenden kassenärztlichen Notdienste. In diesen fallen nicht nur Notfälle, sondern hauptsächlich weniger dringliche Beratungsprobleme, die auch mit einer vertretbaren Zeitverzögerung gelöst werden können. Der Einsatz einer qualifizierten MFA kann die Ärzte im Bereitschaftsdienst von diesen nicht dringenden Beratungen spürbar entlasten.

MFA als erste Anlaufstelle für Gesundheitsprobleme im kassenärztlichen Notdienst

Ziel ist es, die ärztlichen Mitarbeiter vor allem nachts von weniger dringlichen Beratungsproblemen zu entlasten.

Umsetzung:

1.Eine praxiserfahrene MFA übernimmt als erste Ansprechpartnerin die Aufgabe, Patientenanfragen aus dem kassenärztlichen Notdienst anzunehmen und auf ihre Dringlichkeit hin zu prüfen. Bei offensichtlich nicht akuten Beratungsproblemen vereinbart sie in Absprache mit den Patienten eine Vorstellung in der Praxis. Bei kleineren Beratungsproblemen (Entfernen einer Zecke) führen sie die Erstbehandlung selbstständig durch. In unklaren Fällen oder bei akuten Problemen (Atemnot, Brustschmerz, Lähmungen) wird grundsätzlich der Arzt verständigt. Die verantwortlichen Ärzte sind durchgehend für Rückfragen telefonisch erreichbar.

2.MFA´s und Ärzte legen Kriterien für die Weiterleitung von Anrufen (Notfallzeichen) fest.

3.MFA´s und Ärzte besprechen regelmäßig die in der Nacht angefallenen Telefonate und adjustieren die Handlungsanweisungen für die Erstberatung.

Dokumentation und Evaluation:

1.Jede Beratung durch eine MFA wird am Folgetag mit dem verantwortlichen Arzt analysiert und auf ein mögliches Gefahrenpotential analysiert. Die Ergebniss werden schriftlich fixiert und bei Bedarf sofort, ansonsten in der regelmäßigen Teamsitzung besprochen. 2.Das Beratungsprotokoll mit Anmerkungen der Teamsitzung wird allen Teammitgliedern und den verantwortlichen MFAs zur Verfügung gestellt.