Themengebundene Teams aus Ärzten und MFA´s in arbeits- und zeitintensiven Betreuungsbereichen

Eine gut organisierte Teamarbeit zwischen MFA´s und Ärzten erfordert eine genaue Definition von delegationsfähigen Leistungen sowie regelmäßige Audits hinsichtlich der gleichbleibenden Qualität. Durch eine fachlich fundierte und schriftlich fixierte Aufgabenteilung ist es möglich, dass Routineaufgaben von MFA´s umgesetzt und die ärztlich verordnete Therapie in einem vorab definierten Rahmen auch überwacht werden kann. Regelmäßige Besprechungen im Team aktualisieren kontinuierlich das fachliche Wissen und eine evidenzbasierte Diagnostik und Therapie.

Weiterentwicklung des Wundmanagements in Kooperation mit MFA und Pflegedienst

Ziel ist es, im Rahmen des intensiven Wundmanagements die ärztlichen Mitarbeiter von der zeitraubenden Routine zu entlasten und ihnen Ressourcen für komplexe Probleme im Wundmanagement zur Verfügung zu stellen

Umsetzung:

1.MFA und Arzt erstellen in Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Wundmanagerin des Pflegedienstes ein evidenzbasiertes Behandlungsmanagement für chronische Wunden.

2.MFA´s und Ärzte besprechen regelmäßig Wunden und legen das Therapieregime schriftlich fest. Bei Abweichungen vom bestehenden Behandlungsmanagement wird dies schriftlich begründet.

Dokumentation und Evaluation:

1.Bei Problemen direkt, ansonsten monatlich werden die Patienten mit chronischen Wunden von MFA´s und ärztlichen Mitarbeitern besprochen. Dies soll zu einer spürbaren Zeitersparnis der Ärzte führen. Zeitersparnis und mögliche Verbesserungsvorschläge werden protokolliert und bei Bedarf in das bestehende Behandlungsmanagement übernommen.

2.Das aktuelle Behandlungsmanagement wird bei Änderungen zeitnah in der folgenden Teamsitzung vorgestellt und diskutiert.

Weiterentwicklung der Betreuung depressiver Patienten durch MFA, ärztliches Team und externe Fachärzte

Ziel ist es, die ärztlichen Mitarbeiter von der Routinebehandlung unauffälliger depressiver Patienten zu entlasten und zeitliche Ressourcen für die intensive Behandlung bei auffälligen „Depressiven“ zu schaffen.

Umsetzung:

1.MFA und Arzt erstellen in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten ein evidenzbasiertes Behandlungsschema für Depressive. Dieses wurde in der PRoMPT- Studie (Frankfurt) bereits erfolgreich getestet und besteht routinemäßig aus regelmäßigen Anrufen (alle zwei Woche) und einem Depressionstest (halbjährlich).

2.MFA´s und Ärzte besprechen regelmäßig den Gesundheitszustand und die Testergebnisse der depressiven Patienten in der Praxis und passen gegebenenfalls die Therapie an. Bei Abweichungen vom bestehenden Behandlungsmanagement wird dies schriftlich begründet.

Dokumentation und Evaluation:

1.Bei Problemen direkt, ansonsten monatlich werden die depressiven Patienten von MFA´s und ärztlichen Mitarbeitern besprochen. Dies soll zu einer spürbaren Zeitersparnis der Ärzte führen. Zeitersparnis und mögliche Verbesserungsvorschläge werden protokolliert und bei Bedarf in das bestehende Behandlungsmanagement übernommen.

2.Das aktuelle Behandlungsmanagement wird bei Änderungen zeitnah in der folgenden Teamsitzung vorgestellt und diskutiert.

Entwicklung eines Kommunikations- und Betreuungsschemas in Zusammenarbeit mit einer Altenpflegeinrichtung

Ziel ist es, die ärztlichen Mitarbeiter von der zeitraubenden Routinebetreuung von Patienten in Altenpflegeheimen zu entlasten und zeitliche Ressourcen für andere ärztliche Aufgaben zu schaffen.

Umsetzung:

1. MFA und Arzt erstellen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Altenpflegeeinrichtung ein Kommunikations- und Betreuungsschema. Dieses stellt sicher, dass Routineaufgaben weitestgehend durch die MFA erledigt werden können. In Zweifelsfällen oder im Notfall wird der Arzt zu Rate gezogen.

2.MFA´s, Ärzte und Altenpflegekräfte besprechen regelmäßig das vereinbarte Kommunikations- und Betreuungsschema und passen es bei Verbesserungsbedarf an.

Dokumentation und Evaluation:

1.Bei Problemen direkt, ansonsten monatlich werden die Patientenfälle in Einrichtungen der Altenpflege von MFA´s und ärztlichen Mitarbeitern besprochen. Die Verbesserungsvorschläge werden protokolliert und bei Bedarf in das bestehende Behandlungsmanagement übernommen.

2.Das aktuelle Behandlungsmanagement wird bei Änderungen zeitnah in der folgenden Teamsitzung vorgestellt und diskutiert.